Lesen leicht gemacht! - Zeitschriften stellen sich auf ihre älteren Leser ein.

Viele Seniorinnen und Senioren sind begeisterte Leser. Doch immer wieder erschweren eine zu kleine Schrift und zu schwache Kontraste das Lesen oder machen es gar unmöglich.

Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen und Tipps für Änderungen zu geben, haben wir im Auftrag der BAGSO die Checkliste "Nutzerfreundliche Printmedien" erarbeitet. Bei deren Entwicklung bezogen wir ältere Leserinnen und Leser als Experten und die Fachkompetenz des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes, ein Mitgliedsverband der BAGSO, mit ein.

Mit Hilfe der Checkliste können Zeitschriften, Broschüren und andere Printmedien auf ihre Schriftgröße, auf Abstände, Kontraste, Leseführung und Verständlichkeit hin untersucht werden.

Informationsflyer (Download PDF)

Ihre Ansprechpartnerin:

Nicola Röhricht
Telefon 0228 - 55 52 55 - 54
roehricht(at)bagso-service.de



Ausgezeichnete Printmedien:

Zwei der meist gelesenen Gesundheitsmagazine – der Senioren Ratgeber und der Diabetes Ratgeber des Wort & Bild Verlages – haben sich als erste Zeitschriften in Deutschland prüfen lassen und mit herausragendem Erfolg bestanden. Dafür zeichnete die BAGSO die beiden Zeitschriften mit der BAGSO-Verbraucherempfehlung "Nutzerfreundliche Printmedien" aus. Inhaltlich überzeugen die beiden Zeitschriften im Handtaschenformat durch gute Verständlichkeit und übersichtliche Gestaltung. Die Generationen 50plus werden durch ein breites Themenspektrum in ihrer Vielfalt angesprochen. Der Verlag und die Redaktionen zeigten sich bereits im Vorfeld sehr offen für unsere Anregungen und reagierten schnell: Sie erhöhten die Schriftgröße und den Zeilenabstand, der für die gute Lesbarkeit ebenso entscheidend ist.

Seit Juni 2011 erhält das Magazin KölnerLeben die BAGSO Verbraucherempfehlung als besonders lesefreundliches und gut verständliches Printmedium, das sich an ältere Menschen wendet. Der Seniorenbeirat der Stadt Köln wird aktiv einbezogen und ist bei jeder Redaktionssitzung dabei. Das Magazin wird in einer Auflage von 32.000 Exemplaren über Apotheken und öffentliche Einrichtungen gratis an die Bürgerinnen und Bürger verteilt. Für Menschen mit Sehbehinderung gibt es jedes Heft in der Hörversion Daisy, gelesen von Kölner Ehrenamtlichen der "Aktion Tonbandzeitung". Mit der BAGSO Verbraucherempfehlung wird bescheinigt, dass KölnerLeben den Bedürfnissen und Wünschen älterer Leserinnen und Leser entspricht.

Seit April 2012 erhält die Zeitschrift "Spätlese" des Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland Pfalz die BAGSO Verbraucherempfehlung. Die Beiträge sind zumeist von journalistischen Laien geschrieben. Die Zeitschrift ist nicht mit den gängigen kommerziellen Blättern zu vergleichen und erhebt auch nicht den Anspruch darauf. Das ist für viele Leser genau richtig. Hinzu kommt der regionale Bezug. Es wird viel aus dem ländlichen Raum berichtet, nicht nur aus den Großstädten mit ihren reichhaltigen Angeboten. Das ist als besonders positiv hervorzuheben und vermutlich den kommunalen Seniorenbeiratsmitgliedern zu verdanken, die Beiträge schreiben.

Der Verlag & Marketing e.K. wurde 1999 gegründet und publiziert seit 2006  u.a. Seniorenbroschüren für kommunale Auftraggeber. Bisher wurden ca. 75 Seniorenbroschüren in Kooperation mit 20 kommunalen Partnern veröffentlicht. Ziel dieser Broschüren ist es, ältere Bürgerinnen und Bürger über die Angebote und Dienstleistungen vor Ort zu informieren. Geprüft wurde das Grundlayout vom Oktober 2013, das allen Broschüren zugrunde gelegt wird, die die BAGSO-Verbraucherempfehlung erhalten wollen. Jede im Grundlayout fertig gestellte Broschüre wird zudem inhaltlich nach den BAGSO-Kriterien überprüft. Dieses Grundlayout erfüllt die Bedingungen der BAGSO-Checkliste "Nutzerfreundliche Printmedien" zu 99%. Die Prüfung ergab eine sehr gute Lesbarkeit, bezogen auf Schriftgrößen, Abstände und Kontraste. Auch inhaltlich sind viele Themenfelder für unterschiedliche Lebenslagen Älterer anschaulich und verständlich beschrieben. Umfassende Informationen über die Anlaufstellen und Angebote vor Ort werden immer genannt und gut sichtbar in Infokästen präsentiert.